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Die Benediktiner unterhielten den Meierhof in Dreisbach.
Der heilige Einsiedler Leonhard (Lienhard) starb, ein Schüler des hl. Remigius. Letzterer taufte Chlodwig, den Frankenkönig.
Später wurde der hl. Leonhard Schutzpatron der hiesigen Kapelle unter der Linde. Leonhard flüchtete in ein Benediktiner-Kloster bei Orleans.
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Der spätere Papst Gregor IX soll als damals noch päpstlicher Legat, Kardinal und Bischof von Porto, von Köln über Siegen nach Mainz gezogen sein. Dabei kam er auch den alten Hohl- und Höhenweg entlang, der von Siegen kommend den Ortsteil Wernsbach berührte. In Hainchen wurde der hohe Herr angegriffen und beraubt. Die Bestrafung der Raubritter gelang dem damaligen Papst Honorius III.
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Dreyspe erscheint in einer Urkunde – „Johann de Dreyspe“ wird genannt.
Am 9.6.1239 werden Keppel und Pfarrei Netphen erstmals erwähnt.
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Der Ort wird als comunitas in Drisphe in der „Sedes in Nepphe“ erwähnt. Mühle daselbst abgabepflichtig.
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Eine Urkunde berichtet von Dreesphe.
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Der Name Dreyspe erscheint wieder (Staatsarchiv Koblenz 54/32, Nr. 2485).
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Am 28.6.1307 haben „Henne Prubel von Dreispe und Henne von Dreispe, genannt vor dem Oben, einen Rechtsstreit mit Henne von Rukersfeld“ [Siegener Urkundenbuch II Nr. 67; Stift Keppel-Urkunden, Nr. 74c].
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Angenommene Entstehung der St.-Leonhards-Kapelle neben der Stillings-Linde. Abbruch 1890.
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„Die alte Tiefenbacher Hütte“
Gründung der „Bloaßhütte“ „Rupelchius hütte bey Dreyspe“.
Rupel stammt aus Niedernetphen und verzog nach Siegen.
Ab 1505: „Blaißhütte Dreyspe“
1536: Pithains Blashütte vor der Diffenbach
(Johan Pithain vor der Diffenbach - siehe Dreisber Schatzungsliste von 1566)
Standort bei Bauer Heinbach zwischen Waggonunion und Siegstr.
Stilllegung 1846 mit 6 Arbeitern.
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Der „Welgertshaen“ wird urkundlich erwähnt. Die Straße Weyertshain wird 1935 gebaut.
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Schatzungsliste (ca 20 Familien mit etwa 110 Einwohnern erwähnt):
1. Henne Proubels wief
2. Henne vor der Wernsbach
3. Heinrich Glöckner
4. Henchin vor der Wernsbach
5. Die Proubelsche
6. Hermann Stailsmyt (Hermes)
7. Tilmann Jakobs son (Delmes)
8. Heite
9. Gottschalk Molener
10. Herbert
11. Tilmann Welkers erbe
12. Henchin Syferts eydam erbe
13. Otto Welkers erbe
14. Elechins unter der Linde
15. Feggen Henne
16. Hans Proubel
17. Henchin Jakobs son
18. Ebert Snyder
19. Heiderich Wäner
20. Hentze Dienstmann
In der Liste wird der Ortsteil Wernsbach erwähnt. Ebenso werden die Linde und – hier nicht aufgeführt - die Kapelle genannt.
Gründung des „Tiefenbacher Hammers“ - „Hammerhütte by Dreyspe“
1461 Hermann Stailsmyt
1466 - 1493 Hermann von der Allenbach
Hammerhütte bey Dreyspe
1480 Allenbachs hammerhütte zu Dreyspe
1481 Henchin vor der Diffenbach und Gobel von der Allenbachshütte
1482 Hermann vor der Dieffenbach
1493 Hammer Dieffenbach
Standort Rhone und Baier
Abbruch 1846
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Zum ersten Mal erscheint in einer Steuerliste der Name „Diffenbach“
Das Wort „Hauberg“ erscheint erstmals in einer Urkunde [A.Becker 2002, Seite 123]
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Nach einer Urkunde vom 30.10.1472 soll in allen Dörfern ein „gemeiner Hirte“ und eine „gemeine Heerde“ sein
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Im Ort gibt es 24 Familien mit etwa 132 Einwohnern
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Entstehung der Dorfschulen unter Wilhelm dem Reichen, regierender Graf von Nassau-Dillenburg
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Religionswirren um die Kapelle:
1530 - 1630 war die Kapelle lutherisch.
1636 - 1651 wurden nur katholische Gottesdienste abgehalten.
1648 (Westfälischer Friede) Gleichberechtigung der Konfessionen.
1651 Kapelle wird simultane Einrichtung.
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Haubergsordnung
Um diese Zeit auch die Gründung der Dreis-Tiefenbacher Haubergsgenossenschaft. Erste Belege stammen aus den Jahren 1553 - 1562
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Die Stadt Siegen hat damals 916 Stück Vieh.
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In Dreis-Tiefenbach - „Treispe“ - sind
45 Häuser
12 Pferde
2 Füllen
122 Kühe
51 Rinder
82 Schweine
110 Schafe
Nach einer anderen Quelle gibt es 166 Kühe und 145 Schafe
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Auf dem Predigerkonvent wird beschlossen, in den größeren Orten, wo sich Kapellen befanden, Kapellenschulen (Dorfschulen) einzurichten.
In jener Zeit wird auch der Beginn des Dreis-Tiefenbacher Schulwesens zu suchen sein.
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Die Pest im Dorf.
Anlegen eines Friedhofs auf dem kirchlichen Proubelgut (Heln Hof) in der Wernsbach.
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Dreißigjähriger Krieg
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Gegenreformation durch Graf Johann den Jüngeren.
Am 10.3.1624 verbietet Graf Johann der Jüngere alles Lästern und Schelten gegen Katholiken.
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Am 2.7.1627 erklärt Graf Johann d.J., wer nicht katholisch wird, muss „ins Ausland gehen“.
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Dreis-Tiefenbach ist die größte Gemeinde im Kirchspiel Netphen. Sie hat 56 Familien. Im Kirchspiel gab es 28 Gemeinden mit insgesamt 421 Familien.
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49 Bürger der Ortsteile Dreisbach und Tiefenbach werden in der Dienstgeldliste aufgeführt.
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| | Am 23.6.1647 wird berichtet: wegen „kayserlicher Gesinnung“ wird das Amt Netphen gänzlich ausgeplündert.
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| | Johann der Mittlere bestimmt in seinem Testament: 1/3 des Siegener Landes soll katholisch, 2/3 evangelisch sein.
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| | Nur noch 23 Bürger aus Dreisbach und Tiefenbach werden in der Dienstgeldliste geführt.
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| | Bis auf 4 Familien bekannten sich die Dreis-Tiefenbacher Einwohner zur evangelischen Kirche.
Im Netpherland gibt es immer noch bittere konfessionelle Streitereien.
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| | Die fürstliche Regierung betreibt die Zusammenlegung der Schulen. Das Kirchspiel Netphen wird in 8 Schulbezirke eingeteilt.
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| | Am 21.10.1717 beschwert sich der evangelische Pastor Kreuz aus Netphen bei der Regierung darüber, dass durch die konfessionellen Streitigkeiten im Schulsystem die Jugend in Unwissenheit aufwachse.
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Jakob Münker aus Tiefenbach baut ein Hammerwerk mit zwei Schwanzhämmern. Sie wurden von einem oberschlächtigen Wasserrad getrieben.
1812 ging der Hammer an die Fa. Achenbach & Hövel, die ihn bis 1872 besaßen. Danach Fa. A. Stettner in Dreisbach. 1888 starb A. Stettner, die beiden Söhne Heinrich und August führten das Unternehmen unter der Bezeichnung H. & A. Stettner bis 1918 weiter. Danach üübernahm August Stettner den Hammer allein und wandelt die Fa. 1923 in eine GmbH um. 1917 wird ein 2 Zentner Dampfhammer angeschafft. 1919 Anschaffung eines 30 Zentner Dampfhammers.
Ab 1927 Fa. Oehler & Fick. Konkurs. Dreisbacher Hammer. | |
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16 Häuser sind katholisch, 50 evangelisch. | |
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Am 18.2.1743 verstirbt Fürst Hyazinth.
Danach kommt das Siegerland an Nassau-Diez und Dillenburg zurück.
Die neue Regierung macht Schluss mit den Simultanschulen und gründet kath. und ev. Schulgemeinden. Aus dieser Zeit stammen die Fachwerkschulhäuser mit den kleinen Türmen in den größeren Gemeinden.
Am 7.2.1743 Beginn des Kampfes um die Kapelle in Dreisbach
Am 4.5.1743 Einführung der Selbstverwaltung im Siegerländer Haubergswesen (bis 1802)
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Eine Kompanie vom Regiment Alt Königseck liegt in Dreisbach und Tiefenbach (12.10.1748). | |
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Am 19.12.1751 wird eine Konzession für den Reckhammer zwischen Dreis-Tiefenbach und Weidenau erstellt. Der Rentmeister Johan Ludwig Münker aus Siegen baut einen Reckhammer in der Tiefenbach, jetzt Fa. Fischer.
Abbau des so genannten Tiefenbacher Hammers 1846. | |
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Am 27.4.1756 wird der Lohnausfall im Hammerwerk Tiefenbach wegen der katholischen Feiertage amtlich geregelt. | |
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Der 7-jährige Krieg.
Im Winter 1762/63 war Dreisbach und Tiefenbach stark von französischen Truppen belegt. | |
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(Johann Heinrich) Jung Stilling als Lehrer in Dreisbach. | |
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Aus engstehenden Häusern müssen die Viehställe verlegt werden (30.12.1773). | |
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Schornsteine sind nur noch aus Steinen, nicht mehr aus Holz zu errichten (6.10.1764).
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--- (Der alte Reckhammer, erbaut 1720 – Anmerkung: das zugehörige Bild fehlt, Oehm) ---
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Die Gemeinden werden zum Ausbau ihrer Straßen und Wege dringend aufgefordert (5.11.1782). | |
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Bei Bauten muss verstärkt Tannen- statt Eichenholz verwandt werden (18.4.1785). | |
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An die St. Leonhards-Kapelle wird ein Schulzimmer angebaut.
Der Altar dient beiden Konfessionen. | |
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Steinbrüche dürfen nur mit ausdrücklicher Erlaubnis angelegt werden (24.5.1796). | |
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Österreichische Truppen bauen auf dem Giersbeg die Batterie zur Verteidigung der wichtigen Handelsstraße Frankfurt-Siegen-Soest (bzw. Kassel) (Hohlweg).
Dreis-Tiefenbach ist Sitz einer Räuberbande unter der Führung der „alten Schnuß“. Die Zusammenkünfte fanden in dem später abgebrochenen Hause Proubel (zwischen Kölsch und Paoulschniersch) statt. | |
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Der Name „Proubels“ für das Haus zwischen dem Geschäft Kölsch und Pouel Schniersch erscheint zum ersten Mal.
Ursprung des Namens „Fehlingsweg“:
Ein Mann Namens Fehling, wohnhaft in der „Enke“, jetzige Lieschstraße, im alten ehemaligen Hacklerschen Hause, wollte zu oben genannter Zeit im Hohlweg zwischen Dreis-Tiefenbach und Giersberg einen Kaufmann berauben. Dies gelang ihm nicht. Er zog sich Wunden zu, an denen er qualvoll starb. | |
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Orte, die „Schosseegeld“ erheben, dürfen nicht auch Wegegeld fordern (28.10.1800). | |
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Französische Truppen kommen und bleiben ein halbes Jahr in Dreis-Tiefenbach. | |
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Vom „Kölschen“ zieht das 1. französische Dragoner-Regiment durchs Siegerland (28.9.1806). | |
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Die französischen Truppen, die ein halbes Jahr im Siegerland einquartiert waren, ziehen endlich ab. | |
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Tilsiter Frieden.
Das Siegerland kommt zusammen mit Nassau-Dillenburg zum Königreich Westfalen. König ist Jerome, der Bruder Napoleons I.
(Jerome ist von 1807 - 1813 König von Westfalen) | |
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Aufhebung der Leibeigenschaft im Nassauer Bereich (1.1.1808). | |
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Die evangelische und katholische Schulgemeinden in Dreis-Tiefenbach schaffen als erste Gemeinden des Kirchspiels Netphen den „Wandeltisch“ für Lehrer ab. | |
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Im Siegerland gelten bis zum 20.12.1813 französische Gesetze. Dreis-Tiefenbach gehört zur Mairie Netphen (1.2.1812). | |
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Befreiungskriege.
Dreis-Tiefenbach erlebt den Durchzug russischer Truppen. Im Winter 1814/15
ist Dreis-Tiefenbach stark mit Russen belegt.
Die überlebenden Kriegsteilnehmer waren:
- Heinrich Jochum
- Heinrich Jung (Reckschmieds)
- Johann Heinrich Pithan (Armes?)
- Hermann und Heinrich Spieß (später Lenzes Haus, jetzt Haus Herbert Helmes)
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Preußen gibt die Räume Netphen und Wilnsdorf an den Herzog von Nassau (28.7.1815).
Das Siegerland (ohne den Freien Grund und den Hickengrund) kommt zum Rheinland und wird preußisch (29.7.1815).
Der Weihnachtsbaum hält auch hier Einzug, nachdem er gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Straßburg bekannt wurde. | |
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Die Dreisber Mühle (Flender) kommt 1816 in den Besitz von 8 „Privatkonsorten“.
Wegen des völlig verregneten Sommers gibt es im Siegerland eine komplette Missernte (13.10.1816).
Das (Rest-)Siegerland (jetziger Kreis Siegen ohne Wittgenstein) kommt zu Preußen (26.10.1816). | |
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Im Siegerland werden noch über 570 Meiler gezählt.
Der Kreis Siegen kommt zur Provinz Westfalen, die am 30.4.1815 gebildet wurde(1.6.1817). | |
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Dreis-Tiefenbacher Bevölkerung:
| Häuser | katholisch | evangelisch | gesamt |
| Dreisbach | 41 | 68 | 225 | 293 |
| Tiefenbach | 35 | 128 | 136 | 264 |
| Summe | 76 | 196 | 361 | 557 |
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Die katholische Schulgemeinde Dreis-Tiefenbach kauft das Schulgebäude von der evangelischen Schulgemeinde Obernetphen und baut dieses Häuschen am Setzer Weg auf (neben der ehemaligen katholischen Kapelle). Fast 90 Jahre diente dieses Haus der katholischen Schulgemeinde, bis ca 1909): | |
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Der evangelische Lehrer in Dreis-Tiefenbach erhält 87 Taler 7 Silbergroschen zuzüglich Kost und Wohnung. Der katholische Kollege erhält 87 Taler 4 Silbergroschen (weniger Kinder).
Die Simultanität der St. Leonhards-Kapelle wird von der Regierung in Arnsberg anerkannt und durch Erlass bestätigt (8.8.1820). | |
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Die Gemarkungsgrenzen werden katasteramtlich eingetragen. Erste Landvermessung. | |
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Im Siegerland gibt es insgesamt 8 Ärzte (22.12.1828). | |
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Der Kartoffelanbau beginnt mit Versuchen verschiedener Art.
Ein Erlass der preußischen Regierung enthält eine Prüfungsordnung für Schulamtsbewerber an Volksschulen (19.5.1829). | |
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Die Hütten- und Hammerordnung für das Siegerland tritt in Kraft (25.1.1830). | |
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Die Dreisber Mühle erhält den zweiten Mahlgang. | |
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Erste katasteramtliche Vermessungen der Gemeindefluren. | |
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Erste Versammlungen bei dem Landwirt Johannes Giebeler aus Dreisbach. Seine Frau war Hebamme. Giebelers wohnten in Hanses Haus, heute Schleifenbaum, neben der Mühle. Das war der Beginn der „Evangelischen Gemeinschaft“ in Dreis-Tiefenbach, einer Erweckungsbewegung. Sie wurde durch den Schuhmachermeister Henrich Weisgerber in einigen Dörfern des Kirchspiels Netphen gegründet. | |
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Zwischen Siegen und Laasphe verkehrt zweimal wöchentlich eine Personenpost (1.5.1835). | |
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Beginn der Dreis-Tiefenbacher Schulchronik.
Bau der Steinbrücke über die Sieg (Stillingstr./Austraße). Zerstört 1945.
In Wingeshausen wird ein 92 Pfund schwerer Wolf erlegt, der viele Tiere getötet hat (9.11.1836). | |
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66 Kinder besuchen die Schulen in Dreis-Tiefenbach. | |
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Die Eisen- und Blechwarenwerke Siegerland werden gegründet.
Vor 1842 hatte die Fa. Achenbach & Hövel hier ein Hammerwerk ,genauer ein Reckhammerwerk. Später erwarb der Kaufmann Martin Neef aus Siegen die Firma zur Einrichtung einer Tuchfabrik. Bis 1855 liefen 80 Spindeln. Danach erwarben Heinrich Günther & Karl Günther die Betriebsanlagen und betrieben darin eine Lohmühle bzw. –gerberei. Am 28.2.1920 wurde die OHG Schorth, Ernst & Co ins Leben gerufen.
Die Gründung der Evangelischen Christlichen Gemeinschaft durch den Landwirt Johannes Giebeler. Er wohnte dem Lehrerhaus gegenüber. Sein Sohn setzte die Arbeit fort. Das Haus Giebeler war zu klein, deshalb wurden im Hause Bäcker (später Münker, heute Metzgerei Diehl) zwei Zimmer eingerichtet. | |
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Ende der Walkmühle, die rund 400 Jahre auf dem Gelände der heutigen Waggonunion gearbeitet hat. | |
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Die Tiefenbacher Hütte, die alte Blashütte, ist stillgelegt und abgebrochen. Auf dem Gelände wurde der Walzenweiher angelegt.
Die Firma Achenbach & Hövel baut auf dem Gelände, wo die beiden Hämmer standen (jetzt Thumann-Fischer), die erste Siegerländer Blechwalze. Diese war bis 1895 in Betrieb. 1897 erwirbt die Firma Fritz Wrede den Betrieb einschließlich Wasserkraft und Umgebung und richtet eine Nietenfabrik ein.
1940 kauft E. & W. Berg das Gelände und errichtet dort ein Sägewerk. Weiher und Wassergraben werden zugeschüttet. Seit 1955/56 ist die Firma J. Fischer KG, eine Blechwarenfabrik, ansässig
An der Mündung des Zinsenbaches in die Sieg wird ein Stauwehr angelegt. Gleichzeitig wird der Hüttengraben gebaut. Die neue Tiefenbacher Hütte wird von Maurermeister Stafl, Tiefenbach, mit Natursteinen aus dem Steinbruch am Hainschuß gebaut. Heinrich Pithan und Genossen haben die Steine gebrochen. Die Hütte stand gegenüber dem ehemaligen Gasthof Wagener, heute Gartenbau Ierardi. In dieser Hütte lernte der spätere Gründer der Firma Karl Bruch in Weidenau sein Handwerk. 1878 wird die Hütte stillgelegt. 1896 erwirbt die Firma Rohne & Baier die Anlage mitsamt der Wasserkraft. Dort wird eine Drechslerei eingerichtet. Statt des Wasserrades wird eine Turbine zur Stromerzeugung benutzt.
Lehrer Wilhelm Kühn (Evangelische Schule) erhielt bei 60 Schülern jährlich 140 Taler Gehalt. Lehrer Gartlammert (Katholische Schule) erhielt bei 27 Schülern jährlich 100 Taler Gehalt.
Bis 1846 führte der Verbindungsweg nach Weidenau hinter den Häusern der heutigen Siegstraße entlang. Bröck (Hausname) wohnte an der Brücke des Überlaufgrabens vom alten Hammer. Da hinüber führte der Weg.
Die Dreisber Mühle kommt in Besitz von Nies.
Die Wiesenordnung für den Kreis Siegen wird in Sanssouci erlassen(28.10.1846). | |
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Im ältesten Protokollbuch des Amtes Netphen taucht zum ersten Mal Dreis-Tiefenbach in dieser Schreibweise auf (22.12.1847). | |
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Das Gebetshaus der St. Leonhards-Kapelle wird von außen verputzt und das Holzwerk mit Ölfarbe gestrichen.
Einwohner von Dreis-Tiefenbach am 1.3.1849:
| evangelisch | katholisch | zusammen |
| Dreisbach | 261 | 75 | 336 |
| Tiefenbach | 125 | 150 | 275 |
| insgesamt | 386 | 225 | 611 |
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Der erste evangelische Friedhof auf dem Dreisbacher Berg wird durch Pastor Roth aus Netphen eingeweiht. Der Friedhof wurde 1890 erweitert (23.2.1851).
Die Karriolpost zwischen Netphen und Siegen kann jetzt auch Personen befördern.
[Löttgers, Moll, Reuter, Trippe 2006, Seite 290]
Einwohner von Dreis-Tiefenbach 1851:
| evangelisch | katholisch | zusammen |
| Dreisbach | 315 | 53 | 368 |
| Tiefenbach | 259 | 35 | 294 |
| insgesamt | 574 | 88 | 662 |
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Im „Intelligenzblatt für die Kreise Siegen, Wittgenstein und Altenkirchen“, Jahrgang 1852, Seite 112 ist zu lesen:
„Warum wird bei der evangelischen Schule in Dreisbach für die Kinder kein Abtritt hergestellt, welcher jährlich 5 Taler und in 60 Jahren 300 Taler dem Schulfonds gebracht hätte, bisher aber der vom Schulvorstand Wilhelm benutzt worden ist“
Anmerkung: Wilhelm war der ehemalige Eigentümer von Haus Delmes (Stephan). An Stelle des Hauses Isenhard war Delmes Garten, gegenüber der alten Kapellenschule. | |
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Der Bau der Sieg-Lahn-Straße ab Weidenau scheint wegen der Eisenbahn unnütz (10.8.1852).
Die Bauarbeiten für die Sieg-Lahn-Straße für den Bereich von Dreisbach bis nach Walpersdorf werden ausgeschrieben (21.8.1852). | |
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Verordnung des Regierungspräsidenten über Strafen für Jugendliche (Schüler) (20.1.1853).
Die „Kronprinzenstraße“ zwischen Netphen und Kronprinzeneiche wird eingeweiht (15.10.1853). | |
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Es wird verfügt, dass der jeweilige Lehrer bei Verhinderung des Pfarrers auch sonntags die Predigt halten muss. Entsprechendes bei Beerdigungen.
Festzug auf der neuen Straße Weidenau-Siegquelle am 26.7.1855 von 7 - 1 Uhr.
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Sterbetag des Lehrers Wilhelm Kühn, Vater von 9 Kindern, am 16.1.1860.
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Eine äußerst magere Zeit für Dreis-Tiefenbach. Das Revolutionsjahr 1848 ist an Dreis-Tiefenbach lautlos vorbei gegangen. | |
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Bau der Ruhr-Sieg-Bahn, dadurch Kohle statt Holzkohle für die Tiefenbacher Hütte.
Es wurden 153 ländliche Webstühle gezählt. Davon wurden 96 durch 112 Personen als Hauptgewerbe betrieben. | |
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Grundsteinlegung zur neuen katholischen Immaculata-Kapelle (21.5.1863).
Die alte St. Leonhards-Kapelle ging durch eine Abfindungszahlung in den Besitz der evangelischen Einwohnerschaft Dreis-Tiefenbachs. Die St. Leonhards-Kapelle wird renoviert und erhält unter anderem eine neue Glocke durch die Firma Karl Buch. | |
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Im Amt Netphen wird die Polizeistunde auf 10 Uhr festgesetzt (25.7.1865). | |
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Die erste Telegraphenlinie im Netpherland wird gebaut (23.11.1870). | |
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Im deutsch-französischen Krieg fielen:
- Tilman Flick (Gartnersch)
- Heinrich Flick (Eichhorns)
- Engel Schramm (Seifen)
- zuletzt: Martin Schneider (Pouel Schniersch) | |
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Siegesfeiern bei Gastwirt Henrich Scheib (Stute). Der Festplatz war Fegges und Wilke Hof.
Dreis-Tiefenbach hat 781 Einwohner (1818 waren es 557 Einwohner).
Entstehung des Kriegervereins in Dreis-Tiefenbach.
Gründungsjahr des Deutschen Reiches. | |
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Ein Postkutsche verkehrt zwischen Siegen und Deuz. Die Haltestelle ist bei der Gastwirtschaft Scheib.
- Abfahrt Deuz: 4.40 Uhr
- Abfahrt Siegen: 14.30 Uhr | |
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Eine neue Haubergsordnung tritt in Kraft und gewährt größere Freiheiten (17.3.1879). | |
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Das alte Haus der Eichhorns (jetzt Metzgerei Diehl) brennt ab.
In der Schatzungsliste von 1461 wird Eichhorn unter Nr. 14 als Elichins unter der Linde geführt. Nach Eichhorn übernimmt Münker das Anwesen. | |
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Der Kreis Siegen hat 71392 Einwohner (3.12.1880), damit 7380 mehr als vor 5 Jahren. | |
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Durch einen Erlass der preußischen Regierung werden die Lehrergehälter generell auf 900 - 1000 Mark jährlich angehoben. | |
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Lehrer Stutte unterrichtet über 140 Kinder in der evangelischen Schule an der St. Leonhards-Kapelle.
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Der „Katholische Männer- und Arbeiterverein St. Josef Dreis-Tiefenbach“ wird gegründet. Erstes Vereinslokal wird das Haus Lukas Zimmermann (später Heinrich Günther, Dreisbach, heute abgerissen). | |
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Ausbau und Befestigung der Westfälischen Landstraße über Eckmannshausen nach Allenbach. Chausseegeld wurde in Höhe des Hauses Nr. 18 erhoben.
- Beim Bau des Wohnhauses Hilchenbacher Straße 18 (jetzt Dreisbachstr.) wird eine Begräbnisstätte gefunden. | |
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Die erste Poststelle wird im Hause der Gastwirtschaft Moll (später Wagener) eingerichtet (15.4.1888).
- Von nun an stempelt die Post „Weidenau/Westf.“ statt bisher „Haardt/Sieg“ (5.9.1888). | |
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Gründung des evangelischen Jünglingsvereins, noch im Hause Bäcker (jetzt Metzgerei Diehl). | |
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Friedrich Hoffmann, früherer Besitzer der Gaststätte „Alte Burg“, errichtet auf dem Burggelände eine Sommerwirtschaft.
- Der Jungmännerverein, ein Zweig der Evangelischen Gemeinschaft wird gegründet (Vereinshaus).
- Bau der roten Schule in der Tiefenbach als evangelische Schule (siehe auch: Rote Schule unter der Stillingslinde). Beide Schulen haben einen Turm. Es unterrichten in der
- Dreisbacher Schule:
Lehrer Sutte (evgl.),
- Tiefenbacher Schule:
Lehrer Hummitsch (evgl.),
- Setzer Weg Schule:
Lehrer Wolf (kath.).
- Die Stadt Siegen baut eine Wasserleitung aus dem Quellgebiet des Netpherlandes. Die Leitung führt durch die Siegstraße (heutige B 62). Es werden einige Hydranten eingebaut. Die Brandweiher in Dreisbach vor der Enke (heute Lieschstraße) und in Tiefenbach im Grünen Pfuhl werden zugeschüttet.
- Der Bergmannslohn für eine 12-stündige Schicht wird auf 3,- Mark angehoben. 1868 betrug der Lohn 1,50 Mark (27.12.1890).
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Die Versammlungen der Evangelischen Gemeinschaft sind „Delmes Saal“ statt wie bisher im Bäckerschen Haus. Der Saal fasste etwa 100 Personen. Das alte Haus des Bäckermeisters Wilhelm Zimmermann in der Siegstraße fiel später dem Feuer zum Opfer. | |
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Die Telefon-Bezirksleitung Siegen-Deuz wird in Betrieb genommen.
- Spätestens 1895 erhält Dreis-Tiefenbach die erste öffentliche Telefonstelle im Gasthof Moll (Poststelle,1.10.1891). | |
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Der Gesangverein „St. Josef“ wird gegründet. Vereinslokal ist die Wirtschaft Moll (später Wagener).
- Der Posaunenchor wird gegründet. Die ersten Übungsstunden finden in der Gartenlaube von Jakob Flick auf der „Alten Burg“ statt. Leiter: Karl Müller. | |
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Unter dem Stillingsplatz wird ein Regenüberlaufbecken gebaut. Der Platz wird gepflastert. Im Oktober wird von der Firma Werthebach ein Brunnen gesetzt. Er ist einem römischen Brunnen nachempfunden und in Waschbeton ausgeführt. Der Ausbau kostet rund 375.000 DM, wovon 60% das Land trägt.
Bei den Weltmeisterschaften der Querfeldeinfahrer in München holt am 16.2.1985 der aus Dreis-Tiefenbach stammende Klaus-Peter Thaler die Goldmedaille nach Deutschland. Im Dezember war der Ex-Bundestrainer in den Rennsattel zurückgekehrt.
Am 27.3.1985 startet der 50. Sondertransport der Waggon-Union Dreis-Tiefenbach mit 22 Waggons in Richtung Iran. Seit dem 15.4.1084 sind nun über 900 Spezialwaggons zum gleichen Ziel auf die Reise gegangen.
Am 5.5.1985 lockt ein historischer Dampfzug zwischen Weidenau und Werthenbach anlässlich des 150-jährigen Eisenbahnjubiläums an zwei Tagen 15000 Menschen herbei. Bei der Waggon Union präsentieren sie einen 200 m langen Apfelstrudel „der längste der Welt“ (Hans Thallinger als Backkünstler).
Im Juni 1985 feiert die Dreis-Tiefenbacher Feuerwehr ihr 75-jähriges Bestehen mit einem großen Festumzug.
Am 17.7.1985 sind auf dem Gelände der ehemaligen Kölsch-Fölzer Werke die Firmen Hriberschek, Reichwald, Großküchen-Beyer und Horst Jung tätig.
Am 24.7.1985 trifft der Bundestrainer der deutschen Straßenradrennfahrer, Peter-Thaler aus Dreis-Tiefenbach, mit der 200 Mann starken Olympia-Delegation in Los Angeles zur Teilnahme an den Olympischen Spielen 1984 ein.
Am 24./25.8.1985 ist das 2. Dorfgemeinschaftsfest. Vorsitzender des Festausschusses ist Dr. Sieberg.
Werner Heide/Flender bzw. Karl Heinz Barth baut ein neues Haus.
Im Haus Wilhelm/Stark wird durch Walter und Rita Stötzel eine Imbissstube eingerichtet und am 18.10.85 eröffnet.
Im Jahre 1985 hat Dreis-Tiefenbach 4996 Einwohner. | |
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Im Februar beginnt die Rodung des Baumbestandes im Grunde. Dort sollen die Herren Kühn/Kühn/Klein aus Eschenbach für 6,2 Millionen DM ein Geschäftszentrum bauen, mit Aldi und Kontra-Markt (später REWE).
Am 16.2.1986 wird Anke Breitenbach mit 16 Jahren in Stuttgart Deutsche Hallen-Jugend-Meisterin über 1500 m in 4:29,07 min.
Am 24.5.86 wird der neugestaltete Jung-Stilling-Platz eingeweiht. | |
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Der Direktor der Hauptschule Dreis-Tiefenbach, Helmut Schweisfurt, wird zum 31.7.1988 verabschiedet. Er hat über 41 Jahre in Dreis-Tiefenbach gewirkt.
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Am 13.2.93 samstags um 5.20 Uhr Feueralarm: Kleins/Jedamskis Haus in der Weyertshainstraße (früher Rosenstraße) brennt. August Jedamski ist über 90 Jahre alt. Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet.
Am 11.6.1993 ist Grundsteinlegung zum Neubau der Siegener Zeitung/Verlag Vorländer in der Unteren Industriestraße.
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